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Mittwoch, 01. September 10 um 00:00 Alter: 1 Jahr(e)
Kategorie: Wort zum Monat
Von: Rudi Baumgartl

Wort zum Monat September

Gedanken zur Bibelstelle 1.Korinther 4, 20

Das Reich Gottes ist nicht im Wort sondern in Kraft. (1.Korinther 4, 20)

Seit einiger Zeit beschäftigt mich folgende Frage: Was in der Gemeinde
Jesu Christi gehört zum Kern ihrer Existenz, und was ist (unter Umständen
verzichtbares) Beiwerk?

Oder anders gefragt: Was in unserem aktuellen Gemeindeleben ist zwingend
notwendig, damit wir noch Gemeinde nach dem Neuen Testament
sind, und was könnten wir weglassen ohne dass wir unsere Identität verlieren
und unserem Auftrag untreu werden?

Identität und Auftrag. Beides finden wir im neuen Testament an vielen
Stellen aufgeführt. Ist uns das präsent? Ich verkneife mir hier eine Auflistung
um euch herauszufordern, selbst mal nachzuschauen.

In Gesprächen und Diskussionen merke ich immer wieder, dass wir da
sehr unterschiedliche Meinungen haben. Das ist weiter nicht so schlimm.
Eine entscheidende Frage ist nämlich: Was bestimmt eigentlich unser
Handeln, bzw. Nicht – Handeln ?

Hier, merken wir, geht es dann um die Triebfedern unseres Gemeindelebens.
Warum tun wir eigentlich was wir tun, und wie tun wir es?

Der obige Vers stellt für mich da eine enorme Herausforderung dar. Das
Wort „Kraft“ dynamis, meint in diesem Zusammenhang, übernatürliche,
göttliche Kraft !

Das war die Kraft, die Jesus und die ersten Christen in der Apostelgeschichte
durchdrungen hat. Die Resultate finden wir dann auf Schritt und
Tritt im Neuen Testament.

Wir haben uns leider daran gewöhnt, dass es bei uns heute nicht mehr so
ist. Das hat viele Gründe.

Einer davon ist vielleicht der, dass wir versuchen fehlende Kraft durch
Worte zu ersetzen. Wie oft und wie intensiv werden bei uns Menschen
durch die Kraft Gottes berührt und dadurch geheilt, befreit und dauerhaft
verändert?

Ich persönlich bin es müde geworden, ein kraftloses Christ-Sein zu leben.
Es ist mir auf Dauer zu anstrengend und frustrierend.


Ich sehne mich danach, neu die Kraft des heiligen Geistes in meinem persönlichen Leben und dem Leben unserer Gemeinde wirksam zu sehen.

Ich sehne mich danach, dass das Reich Gottes wächst und in unsere oft
schwierige und traurige Wirklichkeit hereinbricht.

Dein Reich komme!

Rudi Baumgartl


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