Rubrik: Libanon News
Von: Klaus-Peter Marquaß
Libanon News
Neues aus dem Libanon Nr. 36 - Juli 2010Liebe Geschwister in unseren bayerischen Gemeinden,
nun liegt die Landesverbandskonferenz in Heiligenstadt schon wieder hinter uns. Was wir in den Tagen von Alia Abboud, Leiterin des Bereichs Projektförderung und (ausländische) Partnerkontakte bei der Lebanese Society for Educational and Social Development (LSESD), und von Shadi Saad, Generalsekretär unseres Partnerbundes, erfahren haben, hört man nicht in den Nachrichten: Gott baut seine Gemeinde in der muslimischen Welt in erstaunlicher Weise. Eine sehr unkonventionelle Gemeindearbeit in Nordafrika zum Beispiel geht auf ein siebenjähriges Mädchen zurück, das von Gott gebraucht wurde, um den Vater für den Dienst unter muslimischen Jugendlichen bereit zu machen. Seit einigen Jahren wächst diese Arbeit und es kommen immer mehr junge Leute aus sehr armen Verhältnissen dazu.
In den Tagen um die Konferenz herum hatte auch die Gemeinde München-Holzstraße Besuch aus ihrer Beiruter Partnergemeinde in Hadath. Pastor Hikmat Kashouh war vom 30. Juni bis zum 6. Juli zu Gast in München. Nachfolgend ein Bericht über diese Tage von Esther Mankin:
An einem Abend berichtete Hikmat Kashouh von dem geistlichen und zahlenmäßigen Aufbruch, der in seiner Gemeinde zuletzt stattgefunden hat. Ein Münchener Gemeindemitglied kommentierte seine Eindrücke von diesem Abend so: „Beeindruckend, was diese Gemeinde (Hadath) in den letzten zwei Jahren auf die Beine gestellt hat. Ich hätte nicht gedacht, dass unsere beiden Gemeinden so viele Gemeinsamkeiten haben. Zum Beispiel die Situation, dass diese Gemeinde vor allem aus Leuten über 35 bestand - die Gemeinde in Hadath hat einen Weg in die Zukunft gefunden; ich hoffe, davon können wir viel lernen.“
Von Freitag bis Samstag nahm Pastor Kashouh an der Konferenz in Heiligenstadt teil, wo er unter anderem ein Seminar hielt mit dem Thema „Leben als Christ in einem muslimischen Umfeld - Aufbruch einer Gemeinde, die eigentlich keine Möglichkeiten hat“. Die Teilnehmer lernten einen interessanten Ansatz kennen, wie man als Gemeinde in einer respektvollen Art auf Muslime zugehen und trotzdem die christliche Botschaft klar bekennen kann. Auch hier hörte man wieder: „Wir konnten davon viel lernen, vielen Dank.“
Am Sonntag predigte Hikmat Kashouh in München über Stellen aus der Offenbarung, wo er in einer guten Auslegung unseren Sieg in Christus hervorhob und dann Menschen aus seiner Gemeinde vorstellte, deren Leben Jesus radikal verändert hat. Für ihn und seine Frau seien diese Erfahrungen von Gottes Wirken die Motivation, in einem Land zu bleiben, das politisch instabil und von vielen Schwierigkeiten geprägt ist.
Eine besondere Möglichkeit ergab sich am Sonntagnachmittag: In der irakischen Gemeinde, die sich in unseren Gemeinderäumen trifft, war Pastor Kashouh als Gastredner geladen und hielt die Predigt. Die kleine Gemeinde war sehr dankbar und hatte fleißig die Gelegenheit genutzt, Gäste einzuladen. So konnte Hikmat dort Kontakte knüpfen und wertvolle Impulse geben.
Wir haben in diesen Tagen einen sehr begabten und vielseitigen Pastor unserer Partnergemeinde kennen gelernt, vor allen Dingen aber auch einen lieben Bruder, der uns seine Gemeinde ans Herz gelegt hat. Sein Wunsch an uns war und ist: Betet für uns.
Unsere Gemeindepartnerschaft mit Hadath hat durch diesen Besuch eine persönliche Ebene erreicht und wir wünschen uns, dass auf dieser Basis die Kontakte weiter vertieft werden und Gott dadurch unsere beiden Gemeinden in München und Beirut und viele andere segnet.
Klaus-Peter Marquaß


